Die Olive

Die Olive wächst an mittelgroßen Bäumen, die oft ziemlich verwachsen und knorrig sind. Man nennt ihn auch echter Ölbaum. Diese werden seit dem 4. Jahrtausend als Nutzpflanze kultiviert. Als langsam wachsender, immergrüner Baum kann er mehrere hundert Jahre alt und bis zu 20 Meter hoch werden. Er ist sehr widerstandsfähig bei Hitze (jedoch nicht gegen Frost) und gedeiht daher am Besten in mediterranem Klima. Blütezeit ist zwischen Ende April und Anfang Mai.

 

Die Früchte des Baumes, seine Oliven, sind wegen ihrer Bitterkeit direkt vom Baum kaum genießbar. Daher werden diese nach der Ernte eingeschnitten und erst in Wasser, dann in Salzlake eingelegt. Dies entzieht der Olive ihre natürlichen Bitterstoffe. In den Handel kommen schwarze, wie auch grüne Oliven. Dabei sind die schwarzen Oliven die ausgereiften Früchte. Die grünen Oliven würden bei einer längeren Reifezeit am Baum ebenfalls schwarz werden. Jedoch sind auch diese "unreifen" Oliven nach dem Einlegen ebenso genießbar. Die Erntezeit beginnt Ende Oktober und zieht sich je nach Lage und gewünschtem Reifegrad bis in den Januar.

 

Wirtschaftlich wohl am bedeutendsten ist die Gewinnung von Olivenöl. Hierfür werden die Oliven entweder per Hand geerntet oder mit Maschinen von den Bäumen gerüttelt, anschließend samt Kern gehackt, mit Wasser vermischt und gepresst. Für die Herstellung eines Speiseöls wird nur das Öl aus erster Pressung verwendet. Besonders hochwertig wird dieses durch das schonende Tropf-Verfahren: hierbei wird nur durch das Eigengewicht der Früchte das wertvolle Öl herausgedrückt. Nun wird das Wasser wieder vom Öl getrennt - entweder in der Zentrifuge oder einfach durch Ruhen lassen des Gemisches.  Durch den hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren gilt Olivenöl als sehr gesund und wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System und den Fettstoffwechsel aus. Extra natives Olivenöl besitzt sogar geringe Dosen eines entzündungshemmendes Wirkstoffes.

 

Die Reste der Olivenölherstellung werden meist für die Herstellung von Kosmetika sowie Medizin verwendet. Schon die alten Griechen verwendeten normales Olivenöl bei trockener Haut und linderten damit Juckreitz. Auch den Blättern des Olivenbaumes wird eine schlaffördernde Wirkung, sowie eine Regulierung des Cholesterinspiegels nachgesagt.

 

Auch in der Bodenindustrie spielt das Olivenbaumholz eine immer größer werdende Rolle.

 

Ein Sprichwort sagt:
„Nimm Salz wie ein Geizhals,
Essig wie ein Weiser,
Olivenöl wie ein Verschwender
und mische alles wie ein Narr!“

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